Stamm Markgraf Bernhard von Baden

Baumdom

Tagebuch Eintrag vom 28.06.2014

Endlich hat der Bau begonnen. Wir blicken stolz auf den Kreis aus Akazienholz-Bänken auf der kleinen Wiese im Künstlerpark.
Aber erst einmal zu der Vorarbeit des ganzen.
Der erste Termin für den Bau war in den Pfingstferien angesetzt – leider scheiterte es, weil wir nicht rechtzeitig das nötige Material beschaffen konnten.
Dafür waren wir bereits auf Sponsoren-Suche in der Innenstadt und im Industriegebiet. (Sollen wir hier die Namen der Sponsoren erwähnen?)
Ein paar Tage später gingen wir noch ein zweites Mal los. Inzwischen haben viele Geschäfte unsere E-Mail – wir hoffen auf Antworten.
Der nächste Schritt war das Gespräch mit der Stadtgärtnerei. Diese sicherte uns Akazienholz und Hackschnitzel zu. Kurzfristig fiel Daniel für die Besprechung aus, allerdings konnte – zum Glück – Philipp einspringen und alles Nötige klären.
Auch einen Stein hatten wir bereits zugesichert bekommen. Von „Grabmale Cuprum“, sogar einen unerwartet großen – alle waren begeistert, als wir erfuhren, dass wir so etwas in unseren Baumdom bekommen.
Um 10:00 an diesem Samstag ging es dann los. Unser Plan: Erst den Platz finden, dann zum Steinmetz fahren und mit diesem den Stein holen. Danach die Bänke zusägen. Die versprochenen Akazienholzstämme hatte die Stadtgärtnerei vorbeigebracht – echt toll! Leider fehlte das versprochene Hackschnitzel, was aber eigentlich kein Problem war.
Die nächste Problematik war der Steinmetz, der wegen eines Arztbesuches nicht da sein konnte. Also begannen wir mit den Bänken und dem ausheben des Loches für den Stein. Diesen haben wir nun symbolisch nach Osten, zum Sonnenaufgang gerichtet.
Bei den Bänken erhielten wir tatkräftige Unterstützung. Uns fehlen jetzt noch die Worte für die Arbeitskraft von Philipps Vater, der mit seiner Kettensäge alle Bänke zugeschnitten hatte.
Um 14:00 verließ uns Alex, da er zum Tanzkurs musste, er wurde aber nur wenige Minuten später von Lukas abgewechselt, der vom Mathelernen kam – perfektes Timing. Wenig später besorgte eine Truppe Holzdübel, Leim, einen Bohrer, einen Stromaggregaten und es konnte losgehen mit dem zusammendübeln und fertigmachen der zugesägten Bänke. Um 13:30 gab es dann eine Mittagspause, da der Lärm zu groß war und keiner von uns auf die Uhr geachtet hatte. Um 14:30 ging es dann weiter, leider noch immer keine Antwort vom Steinmetz, dafür allerdings wurde Bank nach Bank fertig. Als wir den Steinmetz dann endlich erreichten und den Grund erfuhren, war es auch in Ordnung, zumal wir einen neuen Termin für den kommenden Dienstag ausmachen konnten, um den Stein an seinen Platz zu bringen.
Um (wie viel Uhr war das) blickten wir dann endlich stolz auf unser Werk. Mit erschöpften, aber zufriedenen Gesichtern trennten wir uns. Das Ziel: nächsten Samstag noch wenigstens ein paar Bäume pflanzen.

 

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Tagebuch Eintrag vom 18.02.2014
So, die Website ist online. Ein guter Start. Kurzfristig haben wir beschlossen, mit unserem Web-Tagebuch zu beginnen.
Was bisher gelaufen ist findet ihr in der Zusammenfassung.
Wir fanden uns also auch heute wieder im Keller in unserer gemütlichen Rover-Sofa-Ecke ein und starteten diese Gruppenstunde mit dem Verteilen von teils überfälligen Geburtstagsgeschenken.
Direkt gefolgt von all dem Organisatorischen, das wohl jeder mehr oder weniger mit halbem Ohr verfolgt und abnickt, um sich danach in seinem Terminkalender darüber zu wundern. Danach haben wir zusammengetragen, was wir so seit der letzen Gruppenstunde vor zwei Wochen so gemacht haben.
Phillip hat es geschafft, die Website klarzubekommen. Nun haben wir auch endlich eine eigene E-Mail-Adresse, über die wir Kontakt zu den einzelnen Sponsoren halten können.
Lukas hat die Anfragen an Baumschulen für Bäume losgeschickt – hoffentlich folgen positive Antworten!
Daniel hat die Kirchengemeinden Emmendingens wegen Artikeln in den Gemeindeblättern angefragt, und auch schon eine positive Rückmeldung bekommen und einen entsprechenden Artikel verfasst.
Nun war ging es daran, den Rest zu klären. Was steht am wichtigsten an?
Die Künstlerin anfragen und die Sache mit dem Bäumen klarmachen.
Auch gab es positive Rückmeldung einer Klasse der Esther-Weber-Schule. Also klappt es vermutlich, dass wir Bilder von dort bekommen – Echt klasse!
Über die Ferien gilt es nun sich um die Sponsoren zu kümmern.
Die nächste Gruppenstunde ist für nach den Ferien angesetzt. Mal sehen was bis dahin gelaufen ist…

 

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Finanzkrise, Klimaerwärmung, Hunger, Frieden -Zukunft.

Alles prägnante Themen, die unseren Alltag überfüllen. Diesen Themen und vor allem denen, die am meisten von ihnen betroffen sind, gilt das weltweite Friedensprojekt des Kinder-Baumdoms. Ein Ort, an dem Erwachsene darüber nachdenken sollen, was sie selbst machen können, damit auch unsere Nachfahren weiter gut auf unserer Erde leben können. Vor allem aber sollen sie in Mitten des großen Baumkreises ihren Kindern zuhören, was diese denn von all dem halten, was im Moment noch zu groß für sie sein mag, aber bald zur harten Realität werden wird. Durch geschaffene Bilder von Kindern, die die dort innerhalb des Baumdom ausgestellt werden, können diese zeigen, was sie vielleicht noch nicht Worte fassen können: Wie sie die Zukunft der Welt mit ihren Augen sehen. In unserem Baumdom sollen hierzu auch Bilder von Schülern der Esther-Weber-Schule verwendet werden – denn Menschen, wie sie dort auf ihren eigenen Weg vorbereitet werden, werden in unserer Gesellschaft oft überhört. Hier in diesem Baumkreis, dessen Bäume irgendwann zu einem Dom zusammenwachsen sollen, hat jeder die Möglichkeit sich über die Zukunft und die großen Probleme unseres Jahrhunderts Gedanken zu machen und vielleicht für sich eine Lösung zu finden. Überall in der Welt stehen bereits einige von ihnen. In Österreich, in Asien, Australien, ja sogar in China inmitten eines großen Industriegebietes. Nun soll endlich auch einer von ihnen in Deutschland, hier in Emmendingen auf einer Wiese des Skulpturen-Weges in der Bürkle-Bleiche zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche entstehen. Die Idee (am 14.1.14 vom Stadtrat genehmigt) geht auf die Initiative unserer Rovergruppe der Pfadfinder der Bonifatiusgemeinde Emmendingen zurück. Dabei haben wir uns das Ziel gesetzt, das Projekt ohne eigenes Budget umzusetzen. Hätten Sie Interesse, sich an diesem Projekt durch eine kleine Spende zu beteiligen oder wären Sie als Gemeinschaft oder Gemeinde bereit, die Kosten für einen Baum oder eine Sitzgelegenheit zu übernehmen? Oder würden Sie als Unternehmen gerne einen Baum oder Holz für die Umsetzung spenden? Wir würden uns über Ihre Hilfe freuen.